– Autor: Corinna – Lesezeit: ca. 5min –


Irgendwann ist es soweit und wir müssen uns damit abfinden, dass unser tierischer Wegbegleiter ins Alter kommt. Sicherlich war uns von Anfang an klar, dass wir unser Haustier höchstwahrscheinlich überleben werden, aber darüber macht man sich natürlich keine Gedanken, wenn man sich entscheidet einen Fellfreund bei sich einziehen zu lassen.

Aber jetzt ist es soweit.

Dein Hund/deine Katze bekommt die ersten Zipperlein, die nicht nur wir Menschen im Alter entwickeln, sondern auch unsere tierischen Mitbewohner. Sie hören oder sehen nicht mehr so gut, können nicht mehr so schnell aufstehen und das Treppensteigen wird immer anstrengender. Auch Demenz kann bei einigen Tieren ein Thema sein.

Viele Tiere entwickeln im Alter auch unterschiedliche Krankheiten, die oft chronisch verlaufen. Um Ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten Gewohnheiten und Ernährung dem Alter angepasst werden. Auch die Phyto- und Mykotherapie sowie die Homöopathie können unterstützend eingesetzt werden.

Ein sehr häufiges Thema bei Hund und Katz ist die Arthrose. Bei dem einen Tier entwickelt sie sich früh, bei dem anderen später. Ab wann und wie ausgeprägt sie verläuft hängt u.a. von der Ernährung ab, die das Tier von Beginn seines Lebens an bekommen hat. Eine artgerechte Ernährung mit viel hochwertigen Zutaten ist wichtig für eine optimale Entwicklung der Knochen und des Bewegungsapparates. Aber eine gesunde Ernährung allein bewahrt viele Tiere nicht davor eine Arthrose zu entwickeln. Im Gegenzug dazu kann man auch nicht sagen, dass jedes Tier, dass mit billigem Discounterfutter ernährt wurde auf jeden Fall eine Arthrose entwickelt. Das wäre zu einfach. So wie es unter uns Menschen Exemplare gibt, die ihr Leben lang rauchen und nie Krebs entwickeln, gibt es auch unter den Tieren Individuen, die trotz schlechter Ernährung steinalt werden und nie krank werden.

Sei es drum, die Fellnase hat Arthrose.

Die Diagnose müssen wir erstmal akzeptieren. Nichtsdestotrotz können wir unser Tier unterstützen und ihm dabei helfen, dass es sich möglichst lange ohne Schmerzmittel bewegen kann.

Es gibt verschiedene Nahrungsergänzungen, Phyto- oder Mykotherapeutika, die man gut unter das Futter mischen oder mit einem Leckerchen geben kann und die dem Tier das laufen erleichtern.

  • Auricularia: Dieser Vitalpilz verbessert die Durchblutung.
  • CBD-Öl: lindert nicht nur Schmerzen, sondern lindert auch entzündliche Vorgänge im Körper. Hierzu kann ich auch meinen Blogartikel über CBD bei Katzen empfehlen.
  • Grünlippmuschel: Sie hat einen hohen Gehalt an Glukosaminglykanen. Diese Aminozucker werden zur Knorpelbildung und Knorpelschmierung benötigt.
  • Hyaluronsäure: Sie verbessert die Gleitfähigkeit und den Knorpelaufbau.
  • MSM: Als Bestandteil des sogenannten „aktiven Sulfats“ spielt Schwefel eine große Rolle für die Fremdstoffausscheidung, die Synthese schwefelhaltiger Fette im Nervensystem und die Bildung von Chondroitinsulfat im Knorpel.
  • Teufelskralle: Sie besitzt Bitterstoffe, die dem Iridoid-Typen angehören, wie auch Procumbid und freie Zimtsäure. Speziell bei diesem Krankheitsbild werden durch die Verwendung von Teufelskralle neben den Schmerzen auftretende Schwellungen reduziert und Entzündungsprozesse gehemmt.

Es gibt noch weitere Mittel, die individuell bei jedem Tier eingesetzt werden können. Sprechen Sie mich gerne zu diesem Thema an.

Aber nicht nur der Bewegungsapparat kann im Alter in Mitleidenschaft gezogen werden, auch die Organe mussten in ihrem Leben schon eine Menge leisten und werden irgendwann langsamer und schwächer. Auch sie können z.B. mit einer saisonalen Kur unterstützt werden.

Für die Leber eignen sich u.a. Löwenzahn oder Mariendistel, die Niere freut sich z.B. über Brennnesseln oder Goldrute.

Bei Katzen bitte immer vorsichtig sein mit der Gabe von Phytotherapeutikern. Viele Pflanzen enthalten ätherische Öle, die Katzen nur sehr schwer abbauen können und daher toxisch wirken können. Ich helfe Ihnen da gerne weiter.

Wie Sie sehen, gibt es viele Möglichkeiten Ihr Tier im Alter zu unterstützen. Aber irgendwann ist dennoch der Punkt gekommen, an dem wir uns damit abfinden müssen, dass wir bald Abschied nehmen müssen. Dann müssen Sie sich plötzlich Gedanken darüber machen, ob das Tier erlöst werden soll oder ob es zu Hause seine letzte Ruhe finden soll.

Ihr Tier muss beim Gang über die Regenbogenbrücke nicht alleine sein und es muss auch nicht zwangsläufig leiden. Auch hier können wir unsere geliebte Fellnase auf ihrem Weg begleiten und sie z.B. homöopathisch, mit Bachblüten, Düften oder Farben dabei unterstützen, einen leichteren und sanften Übergang zu haben.

Und wer sagt, dass dieser letzte Gang das Ende bedeutet?

Gerne helfe ich Ihnen dabei, Ihrem Liebling die verbleibende Zeit mit Ihnen so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch für das Danach bin ich gerne für Sie da und gebe Hilfestellung bei der Trauerbewältigung oder der Bestattung.

Linktipps:

https://www.tierisches-wissen.de/tierseminar_graue-schnauzen/

https://www.tierisches-wissen.de/demenz_hund/

https://www.tierisches-wissen.de/demenz_katze/

Ihre Tierheilpraktikerin,